Pressemitteilungen

28.03.2017

Ausbildungsstart an den Müllerschulen Stuttgart und Wittingen im August 2017
Berlin - Der Ausbildungsberuf zum „Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft“ ist im Rahmen eines Neuordnungsverfahrens um die Vertiefungsrichtung Agrarlagerwirtschaft erweitert worden. Ab August 2017 bieten die Müllerschulen in Stuttgart und Wittingen die neue Ausbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Agrarlagerwirtschaft an. Die Lagerwirtschaft hofft mittelfristig auf jährlich bis zu 50 Auszubildende bundesweit.

28.03.2017

Politik muss wissenschaftliche Prüfungsverfahren anerkennen
Berlin – Mit Nachdruck fordert der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA), Berlin, bei der Neu- und Wiederzulassung von Pflanzenschutzmitteln Entscheidungen ausschließlich auf wissenschaftlich begründeter Basis. „Alle Beteiligten müssen sich zu den gültigen wissenschaftlichen Prüfungsverfahren bekennen“, betont BVA-Präsident Rainer Schuler anlässlich der Jahrespressekonferenz am Dienstag in Berlin. Dies müsse auch für den Wirkstoff Glyphosat gelten, betont der BVA-Präsident. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) habe nach einer umfangreichen Prüfung festgestellt, dass Glyphosat nicht zu den krebserregenden Stoffen gehört. Von den politisch Verantwortlichen in Brüssel und Berlin fordert des BVA nun die bis zum Jahresende geltende vorübergehende Zulassung von Glyphosat zu verlängern.

28.03.2017

Handel erwartet bis zu 20 Prozent Rückgang durch Düngeverordnung
Berlin - Die Landwirte in Deutschland konnten die erste Stickstoffgabe in diesem Jahr meist unter guten Witterungsbedingungen ausbringen. Der Düngemittelabsatz bewegt sich auf dem Vorjahresniveau, berichtet der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), am Dienstag in Berlin. Großhandel und die Landhändler vor Ort hatten die günstigen Preise im Herbst genutzt, um die Läger zu füllen. Der Lagerbestände sind deshalb zurzeit höher als in den vergangenen Jahren. Über den Winter sind die Preise für Harnstoff, dem wichtigsten auf dem Weltmarkt gehandelten Stickstoffdünger gestiegen. Dies hat sich auch auf den Preis des in Deutschland am meisten eingesetzten Stickstoffdüngers Kalkammonsalpeter (KAS) ausgewirkt. Die Großhandelspreise für KAS liegen aktuell bei 220 €/t cif Binnenhafen und damit etwas niedriger als im Frühjahr 2016. Auch bei Diammonphosphat zogen die Preise bis in den März hinein an. Mit dem Beginn der Maisaussaat im April wird dieser Dünger wieder stärker gefragt sein.

28.03.2017

Berlin - Die gegenüber dem Vorjahr kleinere deutsche Getreideernte 2016/17 ist in Norddeutschland zu großen Teilen vermarktet, während im Süden noch Mengen unkontrahiert in der Landwirtschaft liegen. Nach den Erfahrungen des vorherigen Wirtschaftsjahres hatten viele Landwirte Weizen und Gerste zügig verkauft und sind mit dieser Strategie nicht schlecht gefahren, erklärt  Ludwig Striewe laut Pressemitteilung des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA) anlässlich der Pressekonferenz am Dienstag.

23.09.2016

Heterogene Ernte fordert den Handel heraus

Köln - Die Landwirte in Deutschland konnten die Getreideernte in diesem Jahr nur unter erschwerten Bedingungen einbringen. Der Drusch wurde immer wieder durch Regenfälle unterbrochen. Vielerorts konnte das Korn nur mit hohen Wassergehalten eingebracht werden. Daneben war die Ernte von stark schwankenden Qualitäten beim Hektolitergewicht, den Fallzahlen und Proteingehalten gekennzeichnet.

23.09.2016

Weniger Pflanzenschutzmittel verkauft

Köln - Im Wirtschaftsjahr 2015/2016 verzeichnete der private Agrarhandel ein rückläufiges Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln. Ursache dafür sind sowohl ein Rückgang der Anwendungen als auch ein Trend zur Reduzierung der Aufwandmengen je Behandlung sowie der Einsatz älterer, weniger hochwertiger aber auch günstiger Produkte. Das erklärte Stefan Knittel, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), anlässlich des Nacherntegesprächs am Dienstag in Köln. In einigen Regionen konnten notwendige Behandlungen nicht oder nur verspätet durchgeführt werden, weil die Böden nach starken Niederschlägen nicht befahrbar waren.

23.09.2016

Düngerabsatz weiter rückläufig

Köln - Das Düngemittelgeschäft im abgelaufenen Wirtschaftsjahr war von sinkenden Preisen und Absatzmengen gekennzeichnet. Nach der Ernte 2015 startete die Düngesaison mit Preisen von 240 bis 245 Euro je Tonne cif Inland für Kalkammonsalpeter (KAS). Bis Mai fielen die Preise bis auf 160 Euro je Tonne um sich danach wieder etwas zu erholen. Das berichtet Rainer Schuler, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), anlässlich des Nacherntegesprächs am Dienstag in Köln. Aufgrund der Preistendenz warteten die Landwirte mit dem Düngerkauf ab. Auch die Einkäufer aller Handelsstufen orderten vorsichtig, sodass die Lagerbestände zu Beginn der neuen Düngesaison abgeschmolzen sind. Bei den Kali-, Phosphat und Mehrnährstoffdüngern war die Situation ähnlich. Bei Kali ist es dem Marktführer allerdings gelungen seine Preisliste weitgehend durchzusetzen.

23.09.2016

Witterung erschwert Saatgutvermehrung

Köln - Die Vermehrer von Getreidesaatgut hatten in diesem Jahr mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie alle anderen Ackerbauern. Vor allem im Westen litten die Bestände unter ungünstigen Witterungsverhältnissen mit Trockenheit im Frühjahr, zu viel Regen und zu wenig Sonne im Frühsommer, sagte Jörg Hartmann, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), anlässlich des Nacherntegesprächs am Dienstag in Köln. Vor allem auf traditionell ertragsstarken Standorten machten sich die Einbußen bemerkbar. Die Erträge lagen um rund 20 Prozent unter den Erwartungen und auch die Qualitäten ließen zu wünschen übrig. Probleme mit dem Hektolitergewicht und den Fallzahlen sorgten für weitere Saatgutverluste, sodass der Saatgutertrag um 30 bis 40 Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt fiel. Auch die Aberkennungsquoten waren in diesem Jahr deutlich höher, vor allem bei Weizen und Triticale.

12.09.2016

Köln - Mit einer komplett überarbeiteten EU-Düngemittel-Verordnung will die EU-Kommission die Verwendung organischer Abfälle als Düngemittel erleichtern und sie nichtorganischen Düngemitteln wettbewerbsrechtlich gleichstellen. Der durch die neue EU-Düngemittelverordnung ist mit einer deutlichen Zunahme von organischen Düngemitteln zu rechnen, erklärt der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA), Berlin, anlässlich des Nacherntegesprächs am Dienstag in Köln. Vor allem die Betrachtung möglicher Düngemittel aus organischen Reststoffen darf sich nicht nur auf den Gedanken der Kreislaufwirtschaft und die Versorgung mit Nährstoffen aus eigenen Quellen reduzieren lassen.

12.09.2016

Sachliche Diskussion beim Pflanzenschutz gefordert

Die moderne Landwirtschaft sorgt zuverlässig dafür, dass dem Verbraucher ausreichend qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stehen. Fortschrittliche Methoden der Landbewirtschaftung, zu denen unter anderem die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gehört, tragen wesentlich zu diesem Erfolg bei.

Vor dem Hintergrund der steigenden Weltbevölkerung ist der Pflanzenschutz ein entscheidender Faktor zur Ernährungssicherung. Dauerversuche des Julius Kühn-Instituts zeigen, dass eine Reduzierung des chemischen Pflanzenschutzes um mehr als 25 Prozent das Risiko von Ertragsverlusten entscheidend erhöht. Ein genereller Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verursacht starke Mindererträge. Je nach Standort, Bodenbearbeitung, Kulturart und Sorte ergaben die Dauerversuche Ertragsverluste durch Schadorganismen von 20 bis 75 Prozent bei Getreide, von 25 Prozent bei Kartoffeln und von zehn bis 30 Prozent bei Mais. Gleichzeitig steigen die variablen Produktionskosten durch zusätzliche Bodenbearbeitungsmaßnahmen zur Eindämmung u.a. von unerwünschten Wildkräutern.

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