Planungssicherheit und verlässliche Agrarpolitik zwingend erforderlich

25.10.2017

BVA fordert schnelle Regierungsbildung
Berlin - Der Agrarhandel in Deutschland fordert von der neuen Bundesregierung eine verlässliche Agrarpolitik. „Die Landwirte und die Unternehmen im vor- und nachgelagerten Bereich benötigen Planungssicherheit. Wir fordern daher eine zügige Regierungsbildung, um auf nationaler und vor allen Dingen auch EU-Ebene möglichst schnell handlungsfähig zu werden“, erklärt der Präsident des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), Rainer Schuler, in einer Pressemitteilung des Verbandes. Die Branche in Deutschland müsse unter den gleichen rechtlichen Voraussetzungen arbeiten können, wie die Unternehmen in den anderen EU-Ländern. „Bei EU-Regeln muss Deutschland aufhören, zusätzliche Verschärfungen aufzusatteln“, fordert der BVA-Präsident.
Von der neuen Bundesregierung erwartet der BVA ein klares Bekenntnis zur modernen Landwirtschaft. In der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft müssten Forschung und Entwicklung stärker gefördert werden. Die Landwirtschaft müsse den Blick nach vorne richten und die Chancen nutzen, die sich etwa durch neue Technologien in der Pflanzenzüchtung und dem Smart Farming bieten.
Der Gunststandort Deutschland hat eine besondere Verantwortung für die Versorgung der steigenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln. Als weltweit drittgrößter Im- und Exporteur von Agrarprodukten und Lebensmitteln ist die Agrarbranche mit den weltweiten Handelsströmen verflochten. Die internationale Arbeitsteilung ermöglicht eine effiziente, ressourcenschonende und kostengünstige Produktion. „Wir begrüßen die Bemühungen der Europäischen Union, durch Handelsabkommen die Barrieren im internationalen Handel weiter abzubauen“, betont der BVA-Präsident.
Damit die Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft in Deutschland steht, bewältigt werden können, benötigt die Agrarbranche eine starke Stimme in der Bundesregierung. Der BVA fordert deshalb, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als eigenständiges und starkes Haus zu erhalten.

Der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA) ist die Interessenvertretung des privaten Agrarhandels in Deutschland. Unsere Mitgliedsunternehmen bereiten, die von der Landwirtschaft gelieferten Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, qualitativ durch Trocknung und Reinigung auf und vermarkten diese Produkte als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Zudem vertreiben sie sowohl Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemittel als auch Futtermittel an die Landwirtschaft. Unsere Mitglieder haben eine entscheidende Funktion in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette inne.

Kontakt:
Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA)
Arnim Rohwer
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
Tel.: 030 / 2790741-0
Fax: 030 / 2790 741-29
E-Mail: arnim.rohwer@bv-agrar.de



 

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