Aktuelle Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums:

04.08.2017

Agrarexporte sichern Arbeit und Wohlstand

Nach einem Bericht des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) haben die deutschen Agrarausfuhren im Jahr 2017 weiter zugelegt. Von Januar bis Mai stiegen die Ausfuhren um 6 % auf 29 Mrd. Euro, in Drittländer außerhalb der EU um 6,2% auf 7,2 Mrd. Euro. Besonders groß war das Wachstum bei Milch und Milcherzeugnissen mit 12,9% (3,8 Mrd. Euro), in Drittländer plus 28% (744 Mio. Euro).

Im Gegensatz zum Handel mit Maschinen, Elektronik oder Chemie steht der Agrarhandel unter besonderer öffentlicher Beobachtung. Als Beitrag zu einer sachlichen Debatte hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt daher den Bericht „Agrarexporte 2017 – Daten und Fakten“ erstellen lassen. Der Exportbericht informiert über die Bedeutung des Exports für den landwirtschaftlichen Sektor, die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze in Deutschland. Der Bericht setzt sich auch mit Kritik auseinander und zeigt Chancen und Potentiale des Agrarhandels auf. Der Exportbericht soll von nun an jährlich vorgelegt werden und quantitative wie qualitative Entwicklungstendenzen darstellen.

Kernaussagen des Exportberichts:

  • Lebensmittel aus Deutschland sind ein Exportschlager: ein Drittel der Gesamtproduktion der deutschen Landwirtschaft wird exportiert, die Ernährungswirtschaft erlöst jeden dritten Euro im Export.
  • Deutschland ist weltweit Nummer drei beim Agrarexport. Die Exporte der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft schaffen Arbeit und Wohlstand im ländlichen Raum. Rund 320.000 Arbeitsplätze hängen vom Export ab.
  • Wie in den vergangenen Jahren entwickelte sich der deutsche Agraraußenhandel 2016 positiv. Unter Berücksichtigung von Nachmeldungen und Zuschätzungen wird mit Ausfuhren von rund 70,5 Mrd. Euro gerechnet, eine neue Rekordmarke, die erstmals über 70 Mrd. Euro liegt.
  • Bezogen auf die Ausgangswerte 2008 liegt das durchschnittliche jährliche Wachstum des Produktionswertes in der Landwirtschaft bei 0,3 %, des Umsatzes in der Ernährungswirtschaft bei 0,6 %, des Agrarimports bei 1,6 % und des Agrarexports bei 1,7 %. Das zeigt die gestiegene Wertschöpfung in Deutschland
  • Nach Angaben der WTO steht Deutschland sowohl bei den Agrarimporten als auch den Agrarexporten an dritter Stelle weltweit. Der Saldo des deutschen Agrarhandels ist unverändert negativ. Deutschland ist also Nettoimporteur von Agrargütern. Im Durchschnitt der Jahre 2013 - 2015 überstiegen die deutschen Agrarimporte die Agrarexporte um 9,5 Mrd. Euro.
  • Auch im Handel mit afrikanischen Staaten verzeichnete Deutschland im Durchschnitt der Jahre 2013 - 2015 einen Einfuhrüberschuss von 761 Mio. Euro.
  • Das BMEL setzt sich für verlässliche und nachhaltige Handels- und Exportbeziehungen ein: Seit 2013 werden in Deutschland und der EU keine Exportsubventionen mehr gewährt. Die Exportförderung konzentriert sich nach Angaben des Ministeriums seit den letzten Jahren auf kaufkräftige Drittlandsmärkte.

Den Bericht zum Download und weitere Informationen finden Sie unter:
www.bmel.de/Agrarexporte2017.

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